| Bericht von der Demo |
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Nachdem schon am 5.Juni 2004 die in Köln stattgefundene internationale Konferenz gegen die Trennmauer in Palästina unter großem Anklang auch mit jeder Menge Prominenz wie z.B. Frau Dujsenberg, Dr. Norbert Blüm (Bundesminister a.D), Felicia Langer (jüdische Anwältin) um nur einige zu nennen, stattgefunden hat, fand heute die Demonstration gegen die Trennmauer in Palästina statt.

Der offizielle Beginn der Demo war auf 13:00 Uhr festgesetzt, aufgrund des großen Andrangs jedoch begann die Veranstaltung mit fast 30- minütiger Verspätung.
Um 13:30 Uhr fand der Organisator der Demonstration, Bernd Klagge, dann auch den Weg auf die Bühne und begrüßte die schätzungsweise 800 Teilnehmer, die mit jeder Menge Fahnen und Plakaten nach Köln kamen.
In seiner Begrüßungsrede sparte Herr Klagge nicht mit Kritik bezüglich der Trennmauer und der Besatzungspolitik Israels in Palästina, hielt sich aber auch mit Kritik an den USA im Irak glücklicherweie nicht zurück.
Ein besonderer Dank gilt von mir auch unserem Bundesinnenminister Otto Schily, denn auch dieser blieb nicht unerwähnt.
Schily's Aussagen zur Trennmauer und seinem Verbot an Kritik der Scharonschen Politik sowie der Mauer wurden von den Demonstranten mit einem gellendem Pfeifkonzert versehen, sicher wieder einmal viele verlorene Stimmen für Schily's Partei!
Auch ein weiterer Redner, Herr George Rashwani, ein Vertreter der palästinensichen Gemeinde Deutschland- Bonn, führte den Demonstranten die Sinnlosigkeit der Trennmauer in Palästina vor Augen, wie sagte er so schön:
Frieden kann hinter Mauern nicht entstehen!
Nachdem sich gegen 13:50 Uhr der Demonstrationszug unter Polizeischutz in Gang setzte, ging es bis gegen 15:45 Uhr durch Kölns wunderschöne Innenstadt.
Kuriosum am Rande: Eine etwa 30-köpfige Gruppe, die sogenannten "Antideutschen", welche im Vorfeld der Demo gegen die Mauer schon richtig Contra- Stimmung verbreiten wollte, begrüßte uns auf unserem Demonstrationszug auf einmal mitten in Köln mit mehreren Dutzenden US- und Israel- Flaggen (mehr Flaggen als Teilnemer), die extra für uns angebracht wurden.
Und wenn diverse Individuen der Gruppe die Hoffnung hatte, unsere Teilnemer provozieren zu können- Fehlanzeige.
Ausser ein paar verbaler Zurufe, übrigens kein einziger antiisraelischer darunter, wurde seitens unseres Demonstrationszug nicht reagiert.
Sicher auch ein weiterer Beleg dafür, das die Demo gegen die Trennmauer nicht aus einem Haufen Chaoten, sondern aus verantwortungsvollen Teilnehmern bestand.
Als sich der Demonstrationszug gegen 15:45 Uhr dem Ende zuneigte, wieder auf der Domplatte, waren die Teilnehmer sichtlich erfreut, wenn auch nicht überrascht, über den friedlichen Verlauf, aber vor allem über die positive Resonanz aus der Kölner Bevölkerung, die unseren Demonstrationszug nicht selten mit lautem Beifall und aufmunternden Zurufen quittierte.
Viele Kölnerinnen und Kölner, selbst Autofahrer vor roten Ampeln, die ihre Fenster öffneten, rissen einigen Teilnehmern der Demonstration das Infomaterial förmlich aus der Hand und wollten weitere Infos über die Palästinapolitik diverser Gruppen.
Ich freue mich und bin vor allem stolz, dabei gewesen zu sein.
Ihr
Andreas Friedrich, Düsseldorf, 25.September 2004
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